Crowdsourcing – Was ist das und welche Möglichkeiten bietet es Unternehmen?

Unter Crowdsourcing versteht man die Auslagerung von Teilaufgaben, die grundsätzlich zu den internen Aufgaben eines Unternehmens gehören, an eine unbestimmte Anzahl von nicht gewerblichen Usern über das Internet. Es ist nicht mit dem Outsourcing zu verwechseln, da hier die Auslagerung von ganzen Aufgaben und Strukturen durchgeführt wird. Darüber hinaus wird durch den Begriff Crowsourcing auch das Insourcing von Ideen verstanden.

Das gesamte Crowdsourcing kann neben der freiwiligen Variante auch als elektronischer Handel durchgeführt werden. Deswegen wird Crowdsourcing in diesem Rahmen auch als Social Commerce bezeichnet. Hier werden die Kunden des Unternehmens zu einer Art Filter und helfen somit dem Unternehmen, die bestmögliche Alternative für das Unternehmen zu finden.

Strategischer Einsatz
Die User, auch Crowsorcees genannt, werden als Prosumenten bezeichnet, während sie Teil des Prozesses sind. In dieser Eigenschaft werden durch das Unternehmen dazu aufgefordert, an diversen Aufgaben teilzunehmen. In dieser Eigenschaft helfen sie dem Unternehmen innerhalb dessen Prozesses. Außerdem werden sie in Prozessen, die den Bereich Forschung und Entwicklung betreffen, miteinbezogen und helfen hierbei, zur Problemlösung beizutragen.
Diese Einbeziehung bringt den Unternehmen immense Vorteile. Gerade im Bereich der Produktion sind die Prosumenten sehr wertvoll. Denn das Unternehmen bezieht seine Kunden mit in die Produktion ein und kann somit die Wünsche seiner Kunden effizienter bedienen. Aber auch die Kosten sind für das Unternehmen interessant. Denn diese fallen so gut wie gar nicht an, das Unternehmen bekommt viele Vorschläge zu vielfältigen Themen und muss dafür kein Personal beschäftigen. Der Kunde gestaltet mit.

Crowdsourcing ist also eine Art der Arbeitsteilung, die seit langer Zeit zu den Kernprinzipien des Wirtschaftens gehört. Diese neue Art der Arbeitsteilung ist Dank der neuen technischen Möglichkeiten und der wachsenden Internetgemeinde möglich. Unternehmen, die Crowdsourcing einsetzen, nutzen die Intelligenz des Schwarms, also die der Masse, für ihre Zwecke und können dabei auf die leichte Erreichbarkeit der User zurückgreifen. Das bedeutet also, dass der Grundgedanke des Crowdsourcing gleichbedeutend ist mit der Theorie, dass eine Vielzahl von individuell entscheidenden Menschen ebenfalls die Qualität eines Experten erreichen kann. Ein weiterer Vorteil hieraus folgend ist, wie bereits erwähnt, die Kostenersparnis für eben diese Experten.
Für die User liegt der Vorteil darin, dass sie die Aussicht haben, ein Produkt mit ihren eigenen Vorstellungen beeinflusst haben zu können, sei es in Funktionalität, Design oder Produktion.
Es profitieren also im Endeffekt beide Seiten von diesem Verfahren.

Es gibt aber auch Modelle beim Crowdsourcing, die eine kleine Entlohnung für den User bereithalten. Diese Entlohnungen sind meist kleinere Geldprämien bzw. -beträge. Aber auch Vergünstigungen sind denkbar. Die meisten Modelle sind jedoch unentgeltlich und bieten keinerlei finanzielle Anreize. Hier
stehen andere Aspekte bei den Usern, wie zum Beipiel das Verlangen, Neues zu lernen, oder sein Wissen mit anderen zu teilen, im Vordergrund. Der User kann sich jedoch sicher sein, dass sein Engagement anerkannt wird und dieses Wissen ist für die meisten Motivation genug.

Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für Crowdsourcing dürfte wohl Wikipedia sein. Hier liegt das Ziel darin, eine Enzyklopädie zu erstellen und in dieser das Wissen der gesamten Welt zu vereinen, dieses Wissen in vielen Sprachen zu veröffentlichen und es jedem frei zugänglich zu machen. (Mehr zum Thema Crowdsourcing lesen Sie hier)

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